ARGE Biodiversität Maria Saal

(13.09.2019)

setzt bereits weitere Maßnahmen um

unter dem Motto „Brennnessel statt Drüsiges Springkraut“ haben sich im Juli und August 2019 mehrmals Trupps von freiwilligen Helfern mit den Vorstandsmitgliedern der ARGE Biodiversität getroffen und gemeinsam das in mehreren Feuchtwiesen und Bachläufen im Ortskern von Maria Saal alles überwuchernde Drüsige Springkraut gemäht bzw. ausgerissen.

 

Das Drüsige Springkraut oder auch Rote oder Indische Springkraut genannt, ist in den letzten Jahren auch in unseren Breiten zu einem aggressiv invasiven Neophyten geworden. Die unter dem botanischen Namen Himalaya-Balsamine (Impatiens glandulifera) bekannte Pflanze wird im Volksmund auch als Bauernorchidee bezeichnet. Das Drüsige Springkraut ist jedoch zum Unterschied vom wesentlich kleineren, gelb blühenden, heimischen Springkraut durch seine Wuchshöhe von über 2 Meter in kürzester Zeit – besonders in Feuchtwiesen - zum Verdränger und Vernichter unserer heimischen Pflanzenvielfalt geworden.

Eine dieser Pflanzen produziert ca. 1600 bis 4300 Samen, welche durch den speziellen Schleudermechanismus des Blütenstandes bis zu sieben Meter weit gestreut werden. Die Samen bleiben mehrere Jahre keimfähig und so kann sich das Drüsige Springkraut unbändig verbreiten und zum Verschwinden der autochthonen Pflanzenwelt führen.

Der umweltbewusste Geographie-Student Stephan half ebenso eifrig mit, wie die in Maria Saal wohnenden Asylwerber Basir, Riaz, Basim und Rassol. Auch die beiden motivierten Enkel unserer Schriftführerin Andrea waren eifrig bei der Sache.

Eine Teilgruppe spezialisierte sich dabei auf die Bekämpfung des asiatischen bzw. japanischen Stauden-Knöterichs, welcher sich ebenfalls durch seine enorme Wuchskraft als invasiver Neophyt bei uns etabliert hat.

Zum Unterschied vom Springkraut ist der japanische Staudenknöterich, der Kamtschatka-Knöterich oder auch der Bastard-Stauden-Knöterich eine mehrjährige Pflanze und kann nur durch ausgraben der Wurzeln und Entsorgung am Wege der Restmüllverbrennung eliminiert werden. Diesen Neophyten ausreichend zu dezimieren ist also noch ungleich mühsamer.

Die Kommentare der Anrainer und Spaziergänger während der Arbeiten reichten von „was macht ihr denn da?“ über „endlich wird etwas dagegen getan“ bis zu „ein Hoch der edlen Tat“

Im Tonhofmoor und seinen Zuläufen, sowie entlang des Freilichtmuseum-Baches ist die Neophyten-Bekämpfung für heuer geglückt. Eine Nachhaltige Dezimierung wird noch mehrjähriger Nacharbeit bedürfen.

Unterstützen Sie die Pioniere des Naturschutzes in Maria Saal mit einem Förderbeitrag von € 5,00 pro Jahr und werden Sie Mitglied der ARGE Biodiversität Maria Saal! Noch mehr Freude bereitet uns natürlich Ihre aktive Teilnahme an weiteren bevorstehenden Aktivitäten im Sinne der Artenvielfalt. Kontakt: +43 664 8106764 oder Ruth.Gerl@ktn.gv.at


VORSCHAU:                                                                                                                                  

Am 3. Oktober 2019, 19.00 Uhr wird im Haus der Begegnung in Maria Saal eine interessante Informationsveranstaltung über die regionalen Biodiversitätsfaktoren, über die Bilanz der heurigen Bienenwies’n Aktion und die bis dahin konzipierten, weiteren Projekte der ARGE stattfinden. Interessierte sind bereits jetzt herzlichst dazu eingeladen.