Inforamtionsveranstaltung "Projekt Biodiversität"

(06.03.2019)

Biodiversität vor der Haustüre
28.02.2019 von 17:00 – 20:00 Uhr
Haus der Begegnung, Maria Saal


Dokumentation
06.03.2019


Übersicht


Der Workshop „Biodiversität vor Haustüre“ fand im Rahmen eines Projekts des Umweltdachverbands
statt, in dem die Marktgemeinde Maria Saal als eine von 5 Pilotgemeinden
in Österreich ausgewählt wurde, um Maßnahmen und Initiativen zur Förderung
der Biodiversität im Gemeindegebiet zu unterstützen.


Über 60 interessierte Bürger und Bürgerinnen kamen der Einladung nach und diskutierten
über mögliche Umsetzungsprojekte und Maßnahmen auf Gemeindeebene.


Programm:


17:00-17:10: Begrüßung Bgm. Anton Schmidt, Vzbgm. Klaus Poscharnig & GR.in Ruth
                     Andrea Gerl, MSc MEd
17:10-17:20: Impulsvortrag Dr. Michael Jungmeier & DI Anneliese Fuchs „Biodiversität
                     vor der Haustüre – Möglichkeiten & Beispiele
17:20-17:30: Impulsvortrag Mario Spaninger & Christian Lippe (Maschinenring Kärnten)
                     & DI Christian Tamegger (Kärntner Saatbau) – Projekt Bienenwiesn
17:30-17:45: Vorstellungsrunde „Schlagzeile der Zukunft
17:45-18:00: PAUSE
18:00-19:15: Interaktive Diskussionsrunde im World-Café
19:15-20:00: Präsentation der Ergebnisse und Zusammenfassung
20:00: ENDE


Moderation: E.C.O. Institut für Ökologie


Schlagzeilen der Zukunft


28.02.2024, Maria Saal
➢ Maria Saal ist bunt – Unsere Wiesen blühen in vielen Farben!
➢ Maria Saal – eine blühende Vorzeigegemeinde für ein umweltbewusstes Leben
➢ Einwohnerzahl in Maria Saal explodiert! So viele Insekten wurden noch nie gesehen!
➢ Natur-Erlebnis-Programm der Schule Maria Saal wurde für die Saison 2024 mit
     internationalem Preis ausgezeichnet!
➢ Dank Mikroorganismen blühende Gemeinde und gesunde Böden
➢ Artenvielfalt – Von 2 ausgestorben geglaubten Tiere bereichert.
➢ Dank Biodiversität, Maria Saal ein zweiter Garten Eden
➢ Artenvielfalt in Maria Saal enorm gestiegen
➢ Maria Saal bleibt eigenständige Gemeinde, dank Prämierung zum 1. Öko-Dorf
    Kärntens – Bienen machen‘s möglich
➢ Bienenwiesn-Projekt erfolgreich umgesetzt, Blumen blühen noch immer
   Bienen stürmen Maria Saaler Blumenbeete
➢ Weniger Monokulturen im Zollfeld, wiedermehr Vögel im Garten!
➢ Welch ein Zuwachs in der Natur – Singvögel?
➢ Vogelschutzgebiet Maria Saal 250 seltene Vogelarten gezählt
➢ Deutlicher Feldvogel-Zuwachs in Maria Saal
➢ Meilenstein in Biodiversität geschafft: Glan im Gemeindegebiet Maria Saal vollständig
    renaturiert
➢ Durch zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung sind Wildkräuter und gefährdete
     Arten wieder im Vormarsch
➢ Rasenmäh-Roboter werden in Maria Saal eingemottet.
➢ Maria Saaler Privatgärten: Blühende Vielfalt statt Grüner Wüste.
➢ Maria Saal – Gärten der 1.000 Biotope
➢ Reaktivierung der alten Glan (teilweise) mit nachhaltiger Begrünung
➢ Maria Saal wird bunter
➢ Die Insekten und Blumenwiesen haben überlebt und gewonnen
➢ Lichtverschmutzung auf das Jahr 2019 zurückgeschraubt
➢ 50% der Kärntner Gemeinden setzt bereits auf Blumenwiesen und Blühstreifen!


Weitere Projekte zum Bienenschutz und für die Erhaltung der Biodiversität
wurden in unzähligen Kärntner Schulen in Kooperation mit den Imkern und
Seminarbäurinnen, E.C.O. und dem Maschinenring umgesetzt
➢ Keine Rasenwüsten mehr
➢ Durch allgemeine Beteiligung Wildkräuter und gefährdeten Bienen im Vormarsch
➢ Unbebaute Baugründe wurden durch Blumenwiesen zu einem Blickfang in Maria
    Saal.Ca. 700m² Blumenwiesen (derzeit Baugründe)


OUTCOMES aus den Diskussionsrunden


Thema Blumenwiesen


➢ Potenzial sowohl in Privatgärten als auch in öffentlichen Flächen
➢ Garagendachbegrünung (kombiniert mit Photovoltaik)
➢ Lebensbaum – Firmlinge und Schüler_innen pflanzen jeweils eigenen Baum
➢ Pfarrgemeinde: Blumenwiese + bewusstseinsschaffende Tafeln
➢ Volksschule muss grüner werden
         o   Vertical Gardening
         o Blumenwiese in Pausenhof
         o Potenzial hinter Schule
➢ Was braucht man dazu?
         o Direktorin
         o Maschinenring
         o Materialien
         o Saatgut
         o Finanzielle Unterstützung
➢ Wer hilft mit?
         o Die ganze Schule
         o 200 Schüler
         o Lehrer
         o Eltern
         o Studentische Begleitung


Thema Blumenwiese II


➢ Plan: Teilnehmer hat 2. Baugrund, der für die nächsten 5-6 Jahre brach liegt
        o 700m2 Bienenwiese
        o Vorteile: Schön, wenig Arbeit und insektenfreundliche
        o Hilfestellung/Saatgut von Maschinenring oder Bauern
➢ Hauseinfriedung: Grünstreifen rund ums Haus umgeben von Monokultur Mais
        o Problematik des Nährstoffeintrags durch Pestizide
➢ Hang nähe Haus – Bodendecker bereits eingegangen, Ursache unbekannt
        o Hohe Priorität
        o Frage von nützlichen und unempfindlichen Arten


Thema Insekten


➢ Insektenhotel bauen – Workshop Ulla
➢ Heimische Pflanzen setzen – Biene braucht nicht nur Nahrung, sondern auch
    Unterschlupf und Brutstätte (Gärten heimischer gestalten)
➢ Elterngeneration verfügt über wenig Wissen bezüglich Biodiversität
➢ Elternarbeit über Kinder leisten
➢ Kinder und Schulen sind leichter zu erreichen
➢ Bewusstseinsbildung
        o Durch subtile Werbung
        o Durch z.B. temporäre Zettel und Tafeln
        o „Uns fällt nur auf, was fehlt“


Thema Gezielt Bewusstsein schaffen


➢ Bei den Kleinesten beginnen
➢ Weg von der Theorie und gemeinsam mit Eltern in die Natur
➢ Kinder lassen sich begeistern
➢ Faktor der Zeit
➢ Nicht wichtig, dass Kinder auf IPad erleben, sondern wichtig, dass sie in die Natur
    selbst gehen
➢ Schulleitung, Gemeinde, Hilfswerk, Landwirtschaft, Elternverein, ortsansässige
     Vereine, Regionalmanagement, themenbezogene Unternehmen (Werbebanner)
    miteinbeziehen
➢ „Wenn ich täglich Verantwortung übernehme, bin ich dabei“
➢ „Man ist nicht nur für das verantwortlich was man tut, sondern auch was man
    nicht tut“


Thema Fluss


➢ Wo Flüsse, da Brutgebiete für Vögel
➢ Fluss großes Thema
➢ Artenvielfalt erleben
➢ Exkursion mit Experten
➢ Natürliche Bepflanzung bei Rückhaltebecken bei Zollfeld
➢ Teile von Glan renaturieren, weil ganze Glan nicht realisierbar


Thema Vögel


➢ Jeder Gartenbesitzer kann was tun
➢ Wilde Hecken, heimische Gehölze, Nisthilfen, Pestizide reduzieren
➢ Sterile Gärten werden mehr – Bewusstseinsbildung
➢ Landwirtschaftliche Wüsten vermeiden
➢ Nicht nur Hausgärten, sondern auch Bauern in die Pflicht!
➢ Früher Ödland und Hecken, aber aufgrund von Maschinen, hat die Biodiversität
rund um die Äcker abgenommen
➢ Biobauern und -bäuerinnen fördern


Thema Bienen


➢ Kleinarbeit
➢ Blühsträucher, Hecken, später mähen, darüber reden
➢ Workshop zur Anlage von Blumenweisen
➢ Teilnehmer mit Zugang zu Feld
➢ Bio einkaufen – regionale und saisonale Produkte unterstützen
➢ Imker unterstützen